
Projektkarte "Ehemaliges Waisenhaus"
Seitens des Sachgebietes Gebäude- und Liegenschaftsmanagement wurde eine barrierefreie bzw. zumindest barrierearme Modernisierung der Wohnungen unter Berücksichtigung einer "altengerechten" aber nicht unbedingt "behindertengerechten" Ausstattung unterschiedlich großer Wohnungen vorgeschlagen. Hintergrund dieser Überlegungen ist, sowohl älteren Menschen als auch Familien mit Kindern Wohnraum anbieten zu können, um eine soziale Durchmischung zu gewährleisten.

Der Sanierungsvorschlag sieht den Abriss des in den 30er Jahren angebauten Treppenhauses vor. Die drei Wohnungen im Erdgeschoss werden direkt von außen erschlossen. Es entstehen eine 3-Zimmer-, eine 2-Zimmer- und eine 1-Zimmerwohnung. Im neuen zentralen Treppenhaus besteht die Möglichkeit, Rollstühle unterzubringen und Elektrorollstühle zu laden. Zudem sind ein Raum für Waschmaschinen und der Heizungs- und Anschlussraum an das Treppenhaus angeschlossen. Im 1. OG (erreichbar durch das zentrale Treppenhaus) dient ein vorgesetzter Laubengang als Erschließung von drei 2-Zimmer Wohnungen oder alternativ einer 1-Zimmer-, einer 2-Zimmer- und einer 3-4 Zimmerwohnung. Der Laubengang (leichte Stahlbaukonstruktion) dient gleichzeitig als Aufenthaltsmöglichkeit für die Bewohner im 1. OG.
Das Dachgeschoss wurde auf Grund der deutlich zu niedrigen Geschosshöhe nicht als Wohnung geplant. Die baulichen Maßnahmen für die Erstellung von baurechtlich zulässigem Wohnraum erscheinen zu kostenaufwändig. Aus diesem Grund sieht die Planung den Rückbau der vorhandenen Gauben und eine Neueindeckung des Daches vor.
Im Außenbereich wurde eine Gemeinschaftsfläche zur Begegnung eingeplant. Die vorhandenen Schuppengebäude im Hof wurden als Abstellräume für Wohnungen vorgesehen.