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Sanierung der Stadtmauer
Maßnahmenziel ist die denkmalgerechte Sanierung eines Teils der historischen Stadtmauer von Einbeck, wobei die Sicherung und Erhaltung der Denkmalsubstanz (in ihrem heute nur noch in reduzierter Form vorliegenden Bestand) an erster Stelle steht.
Der betreffende Teilabschnitt des Einbecker Stadtmauerringes befindet sich an der Westseite des historischen Stadtkerns und ist ca.195,0 m lang und 1,40 m bis 7,50 m hoch. Er verläuft vom Storchenturm in Richtung Norden bis an das Hullerser Tor. Zu bearbeiten sind ca. 700,0 m² Mauerwerksoberfläche.
Der sanierungsbedürftige historische Mauerwerksbestand (im Wesentlichen aus Muschel-kalkmaterial bestehend) weist Schäden mit Materialneubildungen, v. a. in Form von biogenen Auflagerungen (Moose, Flechten, Gräser, Ranken) und Krustenbildungen auf. Weiterhin ist der historische Bestand durch materialzerstörende Schadprozesse wie z. B. desolate Fugen- und Versetzmörtel, Risse, Schalenbildungen, gelockerte Mauersteine bzw. Mauerwerkspar-tien und Totalverluste von Mauersteinen gefährdet. Insbesondere trägt die defekte Mauerkro-ne (nur partiell mit Schutzabdeckung aus Beton versehen, diese ist z. T. stark desolat!) zum Voranschreiten substanzgefährdender Schadprozesse bei.
Durch geeignete steinkonservatorische, restauratorische, Rekonstruktions- und flankierende Maßnahmen sollen die Schadursachen beseitigt, die erhaltene historische Denkmalsubstanz gesichert und geschützt sowie eine ästhetische Aufwertung (unter größtmöglicher Erhaltung der Authentizität des Denkmals) erreicht werden. Als wesentlich für die Nachhaltigkeit der geplanten Sanierungsmaßnahme wird die zukünftige Unterbindung von weiteren Feuchteein-trägen in das Mauerwerk durch die Ausbildung einer Fugenabdichtung (Dichtfugen) auf der gesamten Mauerkronendraufsicht angesehen.





