Der Empfang ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, wie sehr man sich in Wieselburg über den Besuch freute: Bereits am Anreiseabend hieß Bürgermeister Dr. Josef Leitner die Einbecker Gäste zusammen mit Gemeinderatsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitenden herzlich willkommen. In den folgenden Tagen erwartete die Delegation ein abwechslungsreiches Programm – von der Brot-Erlebniswelt Haubiversum über einen neu konzipierten historischen Stadtrundgang bis hin zu reichlich Gelegenheit, die kulinarischen Spezialitäten der Region zu genießen und die Freundschaft zwischen den Städten weiter zu vertiefen.
Festakt auf den Tag genau
Der offizielle Höhepunkt des Besuchs fand am Abend des 8. Mai statt: Exakt 50 Jahre nach der Stadterhebung Wieselburgs im Jahr 1976 lud eine festliche Stadtratssitzung zum Jubiläumsfestakt. Bürgermeister Dr. Josef Leitner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigten in ihren Festreden fünf Jahrzehnte städtischer Entwicklung, Zusammenhalt und Gemeinschaft.
Musical mit 120 Schüler:innen
Was danach folgte, dürfte vielen Besucher:innen noch lange in Erinnerung bleiben: Eigens für das Jubiläum wurde das Musical „The Journey – Eine unverhoffte Reise" komponiert und aufgeführt. Das Stück erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und dem Mut, Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie klein erscheinen. 120 Schüler:innen der Musikschule Wieselburg begeisterten das Publikum mit außergewöhnlichen Leistungen in Tanz, Schauspiel, Gesang und Musik. Buch, Texte, Regie und künstlerische Gesamtleitung lagen in den Händen von Emilia Heigl, die musikalische Leitung hatte Stefan Buxhofer inne.
„Bank der Freundschaft" als Jubiläumsgeschenk
Die Einbecker Delegation gratulierte herzlich – und brachte ein besonderes Geschenk mit: eine eigens angefertigte Holzbank, die „Bank der Freundschaft". Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek betonte bei der Übergabe:
„Ein halbes Jahrhundert – das ist nicht nur eine Zahl, sondern eine Geschichte voller Entwicklung, voller Zusammenhalt und lebendiger Gemeinschaft. Die Stadt Wieselburg hat in diesen fünf Jahrzehnten eindrucksvoll bewiesen, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können – und das, wie wir aus Einbeck anerkennend sagen, mit großem Weitblick und mit einer gehörigen Portion Charme. Die Bank der Freundschaft soll unsere langjährige Städtefreundschaft würdigen, aber auch als Ort der Begegnung für die Wieselburgerinnen und Wieselburger dienen, um ins Gespräch zu kommen und das Miteinander zu fördern."
Silberne Ehrennadel für Peter Reiter
Am Abschlussabend gab es eine weitere besondere Auszeichnung: Der Wieselburger Vizebürgermeister a.D. Peter Reiter erhielt die silberne Ehrennadel der Stadt Einbeck. Mit dieser Ehrung würdigte der Rat der Stadt Einbeck sein mehr als zwei Jahrzehnte andauerndes, leidenschaftliches Engagement für die Städtepartnerschaft Wieselburg–Kreiensen/ Einbeck – ein herzliches Dankeschön im Namen aller Einbecker:innen.
Mit Wieselburger Bier im Gepäck, Regionalspezialitäten und dem Gefühl tiefer Verbundenheit trat die Delegation am Sonntag die Heimreise an – und die Vorfreude auf das nächste Treffen war bei allen deutlich zu spüren.
Hintergrund: Eine Freundschaft mit Geschichte
Die Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Kreiensen und der Stadtgemeinde Wieselburg wurde 1987 geschlossen. Nach der Fusion von Kreiensen und Einbeck im Jahr 2013 übernahm die nun größere Stadt Einbeck die Partnerschaft. Seitdem prägen regelmäßige Treffen – rund um Christi Himmelfahrt, beim Einbecker Eulenfest und dem Wieselburger Adventsmarkt –, gemeinsame Feuerwehrbesuche sowie zahlreiche private Freundschaftskontakte die herzliche Verbundenheit beider Städte.





